Kapitel 4: Truth
Lucie starrte die Bahn vor sich an, geblendet vom Scheinwerferlicht.
Sie fuhr rasend schnell auf sie zu, der kalte Boden unter ihren Füßen hielt sie wahrlich fest.
„AHHHHHH…“ Die junge Frau warf sich zur Seite und rollte sich ab, kurz bevor sie überfahren wurde.
„Um Himmels Willen…“ Stöhnte sie, und sah der Bahn nach.
Es war dunkel, sie lag im Gras. Es roch so gut, ein Picknick wäre nicht schlecht. Doch alles nur Träume, sie rappelte sich auf und sah sich um.
„Dieser Wahnsinn… nimmt das nie ein Ende?“ Fing sie an zu weinen, was hatte sie nur verbrochen? Um sie herum war nur eine Graslandschaft, jedenfalls konnte sie im Dunkeln nichts anderes erkennen. Das Mondlicht wurde immer wieder durch dicke, graue Wolken bedeckt.
„Was mach ich jetzt?“ Stöhnte sie und ging ratlos die Schienen neben ihr entlang.
„Das… muss ein Traum sein, da bin ich mir ganz sicher…“ Sprach sie vor sich hin, und horchte auf.
Das Gras raschelte. Sofort drehte sie sich von den Schienen weg, doch da war nichts. Wieder raschelte es, diesmal hinter ihr. Erschrocken wandte sie sich um, wieder nichts.
„Oh man…“ Hier war nichts, doch sie zitterte am ganzen Körper.
Und doch, trotz all ihrer Fragen fühlte sie, wie sie der Wahrheit näher kam.
Es war sehr kalt, nur mit dem blutigen Nachthemd am Leib.
Lucie entschloss sich, weiter zu gehen, es war sicher nur eine Feldmaus gewesen.
„Was… ist Realität, was Traum? Ich… erst war ich in der Bahn, dann in der Irrenanstalt, dann zuhause. Das kommt mir so bekannt vor, aber… was bedeutet es? Und immer war dieser Mann dabei…“ Sie stöhnte und lief schneller.
Irgendwie hatte sie das Gefühl, verfolgt zu werden. Die Schienen schienten nirgends hinzuführen, die Graslandschaft war unendlich weit.
„Ist das nicht die Strecke, die ich beim ersten Mal mit der Bahn zurückgelegt habe?“ Fragte sie sich.
Plötzlich hörte sie ein lautes Geräusch hinter sich, Licht kam von hinten auf sie zu. Sofort eilte sie etwas zur Seite und sah, dass eine Bahn ankam. Sie wurde langsamer, als sie an Lucie vorbei fuhr und blieb plötzlich stehen.
„Ich… soll einsteigen.“ Sagte sie selbstsicher.
Eine der Türen des Waggons, etwas weiter entfernt von ihr, öffnete sich rauschend.
Lucie ging hin und bemerkte, dass eine Hand aus der Tür kam. Es war der einzige Waggon, der beleuchtet war.
„Ich komme…“ Rief sie der Hand zu, die daraufhin den Daumen in die Höhe streckte. Dabei musste sie kichern.
Der Rotschopf eilte zur Tür, ergriff die Hand und wurde hochgezogen.
„Ich wusste Sie würden kommen.“ Sagte der alte Bekannte zu ihr.
Sie lächelte ihn diesmal furchtlos an - den Mann, der jedes Mal da war, den sie sogar getötet hatte - und war froh, dass er lebte.
„Und ich wusste, Sie würden mich abholen.“ Sprach Lucie freundlich - ja das hatte sie gespürt.
„Ja… setzen wir uns doch, und genießen die Fahrt.“ Sagte er freundlich und führte Lucie zu den Sitzen. Der Waggon war leer, außer den beiden war niemand dort. Nicht mal Abfall oder Zeitungen lagen umher.
Die beiden saßen sich hin, Lucie am Fenster. Der Mann hingegen setzte sich ihr nicht direkt gegenüber, er bevorzugte den Rand der Bank. Dabei setzte sich die Bahn in Bewegung.
„Haben Sie die Rätsel gelöst? Ihre Tat?“ Fragte der Mann neugierig.
„Ich weiß nicht, es… kommt mir alles bekannt vor.“ Seufzte sie.
„Nun, natürlich tut es das. Wissen Sie, alles hat sich so ähnlich wirklich zugetragen…“ Lucie horchte erschrocken auf. Sie sah ihm in die Augen, sein Blick verriet, dass es keine Lüge war.
„Ich… habe meine Mutter umgebracht?“ Stotterte sie, der Mann nickte.
„War in der Irrenanstalt… deswegen?“ Wieder nickte er.
„Oh mein Gott…“ Sie fing an zu weinen und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Der Mann sah sie eine Weile so an, doch sagte nix dazu. Plötzlich blickte Lucie auf.
„Was… ist dann in meiner Wohnung passiert?“ Er seufzte.
„Denken Sie nach…“ Lucie schloss die Augen.
„Ich habe Sie… umgebracht.“ Der Mann nickte, als würde es ihn gar nicht stören.
„Haben Sie. Und weiter?“ Lucie öffnete die Augen und zuckte mit den Schultern.
Der Mann lächelte. Er hielt ihr seine Hand entgegen, Lucie erkannte einen goldenen Ring an seinem Ringfinger.
„Ihre Hand?“ Fragte sie verwirrt. Er nickte abermals lächelnd.
„Geben Sie mir Ihre und sehen Sie selbst…“ Sie streckte ihre Hand aus, er nahm sie entgegen und hielt seine und ihre nah beieinander. Das jagte Lucie einen gewaltigen Schreck ein, denn sie trug auch einen goldenen Ring.
„Sie… sind… mein Ehemann?“ Keuchte sie. Er lächelte zufrieden und ließ ihre Hand los.
„Du hast es fast geschafft.“ Plötzlich wurde Lucie schwarz vor Augen, etwas zog sie in eine tiefe Dunkelheit.
Sie fuhr rasend schnell auf sie zu, der kalte Boden unter ihren Füßen hielt sie wahrlich fest.
„AHHHHHH…“ Die junge Frau warf sich zur Seite und rollte sich ab, kurz bevor sie überfahren wurde.
„Um Himmels Willen…“ Stöhnte sie, und sah der Bahn nach.
Es war dunkel, sie lag im Gras. Es roch so gut, ein Picknick wäre nicht schlecht. Doch alles nur Träume, sie rappelte sich auf und sah sich um.
„Dieser Wahnsinn… nimmt das nie ein Ende?“ Fing sie an zu weinen, was hatte sie nur verbrochen? Um sie herum war nur eine Graslandschaft, jedenfalls konnte sie im Dunkeln nichts anderes erkennen. Das Mondlicht wurde immer wieder durch dicke, graue Wolken bedeckt.
„Was mach ich jetzt?“ Stöhnte sie und ging ratlos die Schienen neben ihr entlang.
„Das… muss ein Traum sein, da bin ich mir ganz sicher…“ Sprach sie vor sich hin, und horchte auf.
Das Gras raschelte. Sofort drehte sie sich von den Schienen weg, doch da war nichts. Wieder raschelte es, diesmal hinter ihr. Erschrocken wandte sie sich um, wieder nichts.
„Oh man…“ Hier war nichts, doch sie zitterte am ganzen Körper.
Und doch, trotz all ihrer Fragen fühlte sie, wie sie der Wahrheit näher kam.
Es war sehr kalt, nur mit dem blutigen Nachthemd am Leib.
Lucie entschloss sich, weiter zu gehen, es war sicher nur eine Feldmaus gewesen.
„Was… ist Realität, was Traum? Ich… erst war ich in der Bahn, dann in der Irrenanstalt, dann zuhause. Das kommt mir so bekannt vor, aber… was bedeutet es? Und immer war dieser Mann dabei…“ Sie stöhnte und lief schneller.
Irgendwie hatte sie das Gefühl, verfolgt zu werden. Die Schienen schienten nirgends hinzuführen, die Graslandschaft war unendlich weit.
„Ist das nicht die Strecke, die ich beim ersten Mal mit der Bahn zurückgelegt habe?“ Fragte sie sich.
Plötzlich hörte sie ein lautes Geräusch hinter sich, Licht kam von hinten auf sie zu. Sofort eilte sie etwas zur Seite und sah, dass eine Bahn ankam. Sie wurde langsamer, als sie an Lucie vorbei fuhr und blieb plötzlich stehen.
„Ich… soll einsteigen.“ Sagte sie selbstsicher.
Eine der Türen des Waggons, etwas weiter entfernt von ihr, öffnete sich rauschend.
Lucie ging hin und bemerkte, dass eine Hand aus der Tür kam. Es war der einzige Waggon, der beleuchtet war.
„Ich komme…“ Rief sie der Hand zu, die daraufhin den Daumen in die Höhe streckte. Dabei musste sie kichern.
Der Rotschopf eilte zur Tür, ergriff die Hand und wurde hochgezogen.
„Ich wusste Sie würden kommen.“ Sagte der alte Bekannte zu ihr.
Sie lächelte ihn diesmal furchtlos an - den Mann, der jedes Mal da war, den sie sogar getötet hatte - und war froh, dass er lebte.
„Und ich wusste, Sie würden mich abholen.“ Sprach Lucie freundlich - ja das hatte sie gespürt.
„Ja… setzen wir uns doch, und genießen die Fahrt.“ Sagte er freundlich und führte Lucie zu den Sitzen. Der Waggon war leer, außer den beiden war niemand dort. Nicht mal Abfall oder Zeitungen lagen umher.
Die beiden saßen sich hin, Lucie am Fenster. Der Mann hingegen setzte sich ihr nicht direkt gegenüber, er bevorzugte den Rand der Bank. Dabei setzte sich die Bahn in Bewegung.
„Haben Sie die Rätsel gelöst? Ihre Tat?“ Fragte der Mann neugierig.
„Ich weiß nicht, es… kommt mir alles bekannt vor.“ Seufzte sie.
„Nun, natürlich tut es das. Wissen Sie, alles hat sich so ähnlich wirklich zugetragen…“ Lucie horchte erschrocken auf. Sie sah ihm in die Augen, sein Blick verriet, dass es keine Lüge war.
„Ich… habe meine Mutter umgebracht?“ Stotterte sie, der Mann nickte.
„War in der Irrenanstalt… deswegen?“ Wieder nickte er.
„Oh mein Gott…“ Sie fing an zu weinen und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Der Mann sah sie eine Weile so an, doch sagte nix dazu. Plötzlich blickte Lucie auf.
„Was… ist dann in meiner Wohnung passiert?“ Er seufzte.
„Denken Sie nach…“ Lucie schloss die Augen.
„Ich habe Sie… umgebracht.“ Der Mann nickte, als würde es ihn gar nicht stören.
„Haben Sie. Und weiter?“ Lucie öffnete die Augen und zuckte mit den Schultern.
Der Mann lächelte. Er hielt ihr seine Hand entgegen, Lucie erkannte einen goldenen Ring an seinem Ringfinger.
„Ihre Hand?“ Fragte sie verwirrt. Er nickte abermals lächelnd.
„Geben Sie mir Ihre und sehen Sie selbst…“ Sie streckte ihre Hand aus, er nahm sie entgegen und hielt seine und ihre nah beieinander. Das jagte Lucie einen gewaltigen Schreck ein, denn sie trug auch einen goldenen Ring.
„Sie… sind… mein Ehemann?“ Keuchte sie. Er lächelte zufrieden und ließ ihre Hand los.
„Du hast es fast geschafft.“ Plötzlich wurde Lucie schwarz vor Augen, etwas zog sie in eine tiefe Dunkelheit.
-Aska- - 24. Apr, 18:16