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Inhaltsverzeichnis
Signs of War ist die dritte Staffel meines Yu-Gi-Oh!...
-Aska- - 15. Nov, 16:53
Turn 138: The separation
Ein stechender Schmerz durchfuhr seine Glieder. Er...
-Aska- - 15. Nov, 16:52
Ab ins Krankenhaus
Teil 5 meiner lustigen Reihe heißt heute mal...
-Aska- - 12. Nov, 13:44
Ares
Alter: 27 Ares war vor dem Untergangs Invaliance’...
-Aska- - 10. Nov, 15:08

Turn 116: The trial

„Wie lange warten wir jetzt schon?“ Beklagte sich Fabio, der sich mittlerweile am Stamm der Eiche hingesetzt hatte. Kyon und Patrice standen um ihn herum und guckten sich miesepetrig an.
„Fünf Minuten...“ Antwortete Patrice dann genervt.
„Wieso bist du so ungeduldig?“ Erkundigte sich Kyon darauf hin neugierig.
Fabio blickte weg und fummelte mit den Händen an seinem Afro herum.
„Naja, ich hab einfach kein gutes Gefühl bei der Sache.“
„Dann sind wir ja schon zu dritt.“ Warf Patrice ein. „Wir sollten vorsichtig sein, wem wir da vertrauen...“
„Ja, das sagte Yugi auch... aber was haben wir für ne Wahl? Wir können nicht nachweisen, dass die Frau lügt. Außerdem klingt das, was sie erklärt hat, zumindest realistischer als die Geschichte um den Klimawandel.“ Überlegte Kyon und schwang den Regenschirm über seinen Kopf. Er hatte deutliche Augenränder, da er die Nacht über schlecht geschlafen hatte. Dauernd ging er die Geschichte noch einmal im Kopf durch.
„Außerdem, wieso sollte sie uns anlügen?“ Wollte er von den anderen beiden wissen.
„Wenn sie in Wirklichkeit für Terra arbeitet...?“
„Glaub ich nicht.“ Reagierte Patrice sofort auf Fabios Aussage. Beide starrten sich böse an, und wandten ihre Köpfe dann voneinander ab.
„Ich kann euch versichern, dies ist nicht der Fall.“ Beteuerte eine sanfte Frauenstimme aus dem Nichts.
Alle drei sahen sich verwundert um, fanden jedoch niemanden vor. Der heftige Regenschauer nahm zudem ein gutes Stück des Blickfelds, wodurch alles grau und verschwommen anmutete.
„Woah!“ Fabio sprang erschrocken auf und stieß gegen Patrice, als sich neben ihm ein weißes Loch öffnete, welches die nähere Umgebung in sich einzusaugen schien.
Aus ihm wanderten zwei Gestalten, von denen Kyon bereits eine kannte. Es war die Frau in der weißen Kleidung, die wie schon bei ihrem ersten Treffen die Kapuze über das Gesicht gezogen hatte.
Hinter ihr stand eine größere Gestalt, die dieselbe Kleidung trug, nur in schwarz. Da sie keine Brüste hatte, ging Patrice davon aus, dass es ein Mann war.
„Hoher Besuch.“ Scherzte er.
„Nett euch kennen zu lernen, ich bin Patrice, Kyon kennt ihr schon und der mit dem Vogelnest auf dem Kopf ist Fabio...“ Stellte er die Gruppe glucksend vor, die zusammengetrottet war und hinter ihm stand.
„Wo ist das ein Vogelnest?“ Zischte Fabio leise hinter Patrice und trat ihn vorsichtig.
„Da hängt ein Zweig zwischen deinen Haaren.“ Antwortete der und verkniff sich ein Lachen.
„Wo?“ Ungeduldig tastete sich Fabio am Afro entlang, fand aber nichts.
„Hört auf, euch wie Kleinkinder zu benehmen!“ Versuchte Kyon, die beiden zum Aufhören zu bewegen. Wie oft hatte er in den letzten drei Jahren versucht, Frieden zwischen den beiden zu stiften? Aber er war immer gescheitert.
Die beiden Fremden lachten derweil leise. Patrice hatte mit seiner Ahnung Recht behalten, denn die Stimme der Person in schwarz war die eines Mannes.
„Also, was müssen wir tun?“ Erkundigte sich Kyon nun bei der Frau, um schnell vom Streit abzulenken, da Fabio schon giftig wie eine Schlange zu Patrice hinüberschielte.
„Wir brauchen zwei von euch.“ Fing der Mann sachlich an. „Diese müssen die Bruchstücke des Alternationsamuletts beschaffen.“
Kurz dachten die drei Freunde nach.
„Sollen wir die Dinger hier ausbuddeln oder was?“ Erkundigte sich Patrice sarkastisch.
„Nein, natürlich nicht...“ Stöhnte die Frau genervt. „Ich habe ihn hier mitgebracht, da nur... Leute wie wir die Tore zur spirituellen Ebene öffnen können.“
„Spirituelle Ebene? Langsam wird mir das alles zuviel...“ Brachte sich Kyon frustriert ein.
„Es ist ganz einfach. Das Reich der Schatten zum Beispiel ist die Grenze zur spirituellen Ebene...“ Der Mann lief zum Baum und klopfte mit der Faust an die Rinde.
„Diese Ebene kann nicht betreten werden, solange man einen festen Körper besitzt. Es ist sozusagen etwas wie die Unterwelt, nur dass man dort keine Toten antrifft. Nur jene, die ihre Seelen vor ihrem Ableben verloren haben. Das Reich der Schatten bildet die Vorhut, denn dort besitzt man noch einen festen Körper.“
„Und wenn man da verliert, bleibt dann die Seele auf spiritueller Ebene gefangen?“ Auf Patrices Frage hin nickte der Mann.
„Die Bruchstücke sind dort sicher, sodass niemand Terra betreten kann.“ Fügte die Frau hinzu.
„Aber ihr könnt dahin?“ Hakte Fabio nach.
„Exakt.“ Der Mann sprach weiter. „Wir bringen euch zu den geheimen Verstecken jener Bruchstücke. Die spirituelle Ebene ist ein einziges Chaos und zudem sehr gefährlich. Aber unter unserer Führung seid ihr sicher. Jedoch ist es uns verboten, die Bruchstücke selbst zu suchen...“
Kyon lief etwas nervös mit dem Regenschirm ins Freie und sah den grauen Himmel an.
„Ich hab mich schon gefragt, warum ihr sie nicht selbst sucht. Kann es sein, dass ihr...?“ Er wandte sich zu den beiden Kuttengestalten um.
((Er hat uns durchschaut, was sollen wir tun?)) Überlegte der Mann im Gedanken.
„Nun, wer kommt mit uns?“ Wollte seine Begleiterin jedoch unbeirrt wissen. „Aber seid vorher gewarnt: Ihr müsst euch als würdig erweisen, um die Bruchstück an euch zu nehmen. Niemand zwingt euch, uns zu folgen, es ist rein freiwillig.“
Sie sah von Fabio, der neben dem Fremden stand über Patrice, der etwas ferner misstrauisch guckte schließlich zu Kyon, der ihr wieder den Rücken zugewandt hatte und nachdachte.
„Ich mach’s!“ Riefen Patrice und Fabio fast gleichzeitig, um dann sofort verkrampft zu schweigen.
„Das heißt, ich soll hier warten?“ Fragte Kyon und drehte sich etwas enttäuscht um.
„Nun, am besten wäre es. Sofort, wenn wir die Bruchstücke haben, werden wir das Portal öffnen, damit du ohne Umschweife den Energiefluss umkehren kannst.“
„Okay, und wie stell ich das an?“
Die Frau ging langsam auf ihn zu. Etwas schüchtern blickte er ihr entgegen, bis sie direkt vor ihm stand und ihre Hände sanft auf seine Schultern legte.
„Du musst den Hmnai Gaban bezwingen. Aber sei gewarnt, unter keinen Umständen darfst du ihn töten. Denn wenn das passiert, gerät der Lebensfluss völlig außer Kontrolle... hast du das verstanden?“
„So halbwegs...“ Gab Kyon unsicher wieder. Innerlich war er mürrisch. ((Ungenauer ging’s wohl nicht?))
„Also schön, wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Fabio kommt mit mir, Patrice wird dem netten Mann in Schwarz folgen.“ Sie ließ Kyon hinter sich zurück und stellte sich mitten auf die Wiese in den Regen.
Mit einer Handbewegung öffnete sie zwei weiße Löcher und drehte sich zur großen Eiche um. Sie betrachtete die Gesichter der drei Jungs, die nicht wussten, was sie zu erwarten hatten.
Nein, sie musste sich eingestehen, dass es schon richtige Männer waren.
Langsam schritten Patrice und der Mann Seite an Seite auf das linke Tor zu, bereits nach einigen Sekunden pitschnass durch den Regen.
„Also dann Leute, hoffen wir, dass die Sache gut ausgeht!“ Rief er Kyon und Fabio zu.
„Hals und Beinbruch...“ Wünschte Fabio etwas reumütig, was Patrice sogar kurz zum Lächeln brachte, bevor er mit dem Mann in das Loch gezogen wurde.
„Nuuuuuuuu, mein Afro wird nass...“ Fing Fabio an zu jammern.
„Reiß dich zusammen!“ Maulte Kyon und ging zu ihm, damit er ihn nach vorne schubsen konnte.
Wie von der Tarantel gestochen, raste Fabio daraufhin auf das Loch zu und sprang mit einem Hechtsprung hinein.
„Was zum-?“ Stotterte Kyon erstaunt über diese Aktion.
„Auf ein gutes Gelingen.“ Sprach die Frau und starrte Kyon einen Moment lang an. „Hier, fang!“
Mit einem geschickten Griff fing Kyon etwas Kleines auf. Es war eine weiße Deckbox, die die Frau geworfen hatte.
Noch ehe er nachfragen konnte, was das sollte, verschwand sie in dem weißen Loch und ließ ihn ganz allein zurück.
Völlig verwirrt betrachtete er die kleine Schachtel und öffnete sich schließlich. Die erste Karte, die er sehen konnte war Cyberhero Eraseman.
((Aber das ist ja mein...?)) Völlig perplex starrte er auf die Stelle, wo eben noch das weiße Loch mit der Frau da war. ((Woher hat sie das?))


In der Zwischenzeit kamen Patrice und der Mann in Schwarz in einer seltsamen Umgebung an.
Sie standen auf einer geräumigen, senfgelben Plattform, die leise über Wolken hinweg schwebte. Sie steuerte ein weit entferntes Ziel an, eine strahlend helle Kugel, die ganz langsam größer und größer zu werden schien.
„Woah, cool!“ Lachte Patrice und lief zum Rand der Plattform, um hinab zu schauen. Unter ihm sah er jedoch nur etwas Rotes, dass sich bewegte, verhüllt durch einen schwarzen Nebel.
„Was ist das?“ Wollte er wissen.
Daraufhin stellte sich der Mann neben ihn und sah ebenfalls hinab. Seine Vermutung lag bei: „Blut...“
„Uah, wie eklig...!“ Murmelte Patrice daraufhin und wandte sich von dem Anblick des Meeres unter ihm ab.
„Was ist das hier für ein seltsamer Ort? Einige Meter unter uns sind Blut und Schatten... und hier oben strahlender Himmel und Wolken. Und vor allen, was ist das für ein Ding?“ Er deutete auf jene Sphäre die einen beträchtlichen Teil seines Sichtfeldes einnahm.
„Das ist die spirituelle Ebene... nichts hat hier eine wirkliche Bedeutung. Es ist das Chaos.“
„Schön... und jetzt?“ Brummte Patrice.
„Ich muss den Wächter der aufgehenden Sonne herbeirufen, damit du deine Prüfung ablegen kannst.“ Sprach der Fremde und trottete in die Mitte der Plattform.
((Wieso nur... nein, das ist nur Einbildung...)) Dachte Patrice, während er zusah, wie der Mann niederkniete und auf einer fremden Sprache anfing, Gebete auszustoßen.
((Und wie soll diese Prüfung aussehen?)) Überlegte er weiter und neigte seinen Kopf über die Schulter, um noch einmal in das Blutmeer zu starren. Dabei verzog er mulmig das Gesicht, aber musste dann grinsen. ((Hoffentlich kein Wettschwimmen...))
Doch ehe er weiter überlegen konnte, erbebte die Plattform so stark, dass er den Halt verlor und nach hinten kippte.
Wie in Zeitlupe sah er über den Rand noch den Mann, der sich erschrocken zu ihm umdrehte, doch verlor ihn schnell wieder aus den Augen. Patrice schloss reflexartig die seinen.
((Das ging gerade noch mal gut...))
Mit einem Arm hielt er sich an der Plattform fest, die sich nun leicht in seine Richtung neigte. Vorsichtig nahm er seinen anderen Arm zur Hilfe und hielt sich mit ihm ebenfalls fest.
((Schau bloß nicht runter!)) Mit aller Kraft schwang er ein Bein über die Plattform und kroch schneeweiß langsam zurück auf festen Boden.
Oben angekommen, öffnete er die Augen und atmete auf.
„Meine leichteste Übung...“ Sagte er zu seinem Begleiter, erschrak aber, als er in seine Richtung starrte.
Der Mann lag am Boden und schien bewusstlos. Doch viel schlimmer noch, stand neben ihm ein wahrhaftiger Gigant von Mann. Seine Haut erinnerte Patrice an eine Eidechse, so schuppig war sie. Zudem empfand er das Grau als eher gewöhnungsbedürftig.
Über zweieinhalb Meter groß, trug er nicht viel mehr als einen weißen Stoffkilt und darum einen goldenen Gürtel, auf dem das Symbol einer Sonne befestigt war. Diese hatte an ihrem Rand insgesamt acht kleine Zacken, die Sonnenstrahlen darstellen sollten.
((Keine Frage, wer der Kerl ist...)) Dachte sich der braungebrannte Typ und erhob sich langsam.
Der kahlköpfige Riese trat mit seinem nackten Fuß Patrices Gefährten beiseite, sodass dieser bedrohlich nahe am Rande der Plattform landete. Dort stöhnte er auf.
„Mir geht’s gut...“ Hustete er. „Ich habe den Wächter der aufgehenden Sonne gerufen.“
„War mir klar.“ Erhielt er als Antwort.
„Fremder, der du einen Körper aus Fleisch und Blut dein Eigen nennst.“ Begann der Riese mit hallender, tiefer Stimme. „Dein Begehr, Terra zu besuchen, hat dich hierher geführt.“
„Das ist... richtig...“ Patrice schritt etwas näher zu dem Hünen, dessen puppillenlose Augen ihm dennoch zu folgen schienen.
„Ich bin hier, um ein Stück des Alternationsamuletts zu holen.“
„Dann bin ich, Sol, derjenige dem es unterliegt, dein Unterfangen zu bewilligen oder abzulehnen.“ Einige Schritte von Sol entfernt blieb Patrice stehen.
„Du hast die Wahl. Kehre um in deine Welt oder bestreite eine Prüfung, die mir dein Herz offenbart.“
„Ich bin bereit!“ Entschied er sofort und verschränkte die Arme. „Prüf mich!“
„Wohlan, so wähle die Art der Prüfung. Verlangst du einen Kampf Mann gegen Mann, ein Rätsel...“
„Äh nein...“ Patrice winkte mit den Armen. „Ich dachte eher an ein Duell mit Duel Monsters-Karten, wenn das genehm ist.“
Sol verbeugte sich tief und sah auf Patrice herab.
„Du hast deine Wahl getroffen, Sterblicher.“
An Sols Arm erschien eine herkömmliche Battle City-Dueldisk, während Patrice seine bereits umgeschnallt hatte. Beide aktivierten sie und entfernten sich etwas voneinander.
((Ich hoffe, er übernimmt sich nicht.)) Überlegte sich der Mann in der schwarzen Kleidung und erhob sich langsam. ((Sollte er verlieren, muss seine Seele auf ewig hier bleiben.))
„Können wir dann?“ Bat der junge Mann mit einem Lächeln, was sein riesiger Gegner benickte.

[Patrice: 4000LP Sol: 4000LP]

„Wenn du nichts dagegen hast, würde ich gerne anfangen.“ Erwartungsvoll blickte Patrice hoch zu Sol. Dieser nickte nochmals knapp.
„Danke!“ Beide Spieler zogen fünf Karten von ihren Decks, Patrice zusätzlich noch seine sechste.
((Mal sehen... dieses Deck hat mich die letzten drei Jahre nie im Stich gelassen.)) Erwartungsvoll blickte er sein Blatt an und pickte sich zwei Karten davon raus.
Die eine spielte er als verdecktes Monster, die andere als verdeckte Zauber- oder Fallenkarte.
„Okay, das war mein Zug.“ Sagte er anschließend.
„So sei es.“
Sol legte seine Finger an die oberste Karte seines Decks und zog sie langsam.
„Ich aktiviere Seelenschloss, einen Spielfeldzauber!“
„Nanu?“ Um die Plattform herum tauchten weiße Lichter auf, unzählig viele. Sie tanzten wie Schneeflocken in einem Sturm wild um Patrice und Sol, während sich der Himmel verdunkelte.
„Hey, dieses Ambiente passt viel mehr zu Situation.“ Lachte Patrice und dachte dabei an das Meer von Blut unter ihnen. Dann musste er doch staunen, als er ein Schloss, umrandet von weißem Nebel, hinter Sol sah. Es flackerte nur undeutlich wie Feuer, als hätte es in Wirklichkeit gar keine festen Konturen.
„Diese Karte hebt die Limitierungen für Normalbeschwörungen pro Zug auf.“ Erklärte Sol und schockte Patrice damit doch etwas. „Wie bitte? Wow...“
„Allerdings, sollte einer von uns diesen Effekt nutzen, so kann er in jenem Zug keinerlei Schaden mehr verursachen.“ Führte Sol seine Erklärungen fort.
„Nun ist es an der Zeit für Kychose (ATK/1400)!“
Aus einigen der weißen Lichter bildete sich die Form einer zweiköpfigen Schlange. Kurz darauf gewann sie rote Farbe und stierte zischend auf Patrice.
Doch ihr zweiter Kopf rollte plötzlich über den Boden und bildete eine neue Schlange mit zwei Köpfen, während der verlorene Kopf der alten nachwuchs.
Somit besaß Sol zwei Monster.
„Wird Kychose normal beschworen, darf ich alle weiteren Kychose-Karten von meiner Hand oder meinem Friedhof als Normalbeschwörung rufen.“
((Also verursacht er diese Runde schon mal keinen Schaden mehr.)) Überlegte sich Patrice erleichtert. ((Aber wieso als Normalbeschwörung? Das klappt doch nur, wenn dieses Schloss auf dem Spielfeld liegt, anders würde Kychoses Effekt ja kaum funktionieren. Worauf will er hinaus?))
„Kychose, greife sein verdecktes Monster an!“ Befahl Sol und schwang seinen Arm aus.
Sein Monster schlängelte sich über den Boden und machte vor der verdeckten Karte Halt. Sie spuckte eine blaue Flüssigkeit, ähnlich einer Säure, auf Patrices Monster und wartete davor ab.
Doch aus der Karte kam ein Krieger in grüner Rüstung, welcher einen großen, ebenso grünen Schild mit sich trug. Dieser hatte ihn vor dem Angriff bewahrt. Die Oberfläche war jedoch voller Blasen und Brandspuren.
„Es gibt kein Vorbeikommen an Wächter von Zera (DEF/2000).“ Gluckste Patrice zufrieden.

[Patrice: 4000LP Sol: 3400LP]

„Nun denn.“ Sprach Sol ruhig. „Betrachte diese Runde als Schonfrist. Ich setze eine Karte verdeckt und gebe an dich ab.“ Etwas Schweiß lief Patrice von der Stirn.
((Ich sollte vorsichtig sein, der Kerl ist bestimmt mit allen Wassern gewaschen.))
Dann nahm er die nächste Karte auf und spielte sie sofort aus.
„Prima, genau was ich jetzt gebraucht habe! Hier kommt der dauerhafte Zauber Metamorphose der Planeten!“
Hinter Patrice formte sich ein bunter Schleier, der dichter war als normaler Nebel. In ihm Spiegelten sich verschiedene Abbilder von Spielfeldzauberkarten.
„Einmal pro Zug darf ich nun ihren Namen ändern. Und zwar wähle ich diesmal Umi!“
Sofort zerfiel der Nebel in klares Wasser, das den ganzen Boden überschwemmte.
„Aber das war natürlich nicht alles! Ich beschwöre nun Zeras Untertan (ATK/100)!“
Ein junger Mann kniete vor Patrice nieder, in ein grünes Stoffgewand gehüllt.
„Sein Name wird, solange er auf dem Feld oder Friedhof liegt, als Krieger von Zera behandelt. Und dies ist ausschlaggebend für mein nächstes Vorhaben: Ich opfere ihn nun und kann Meeresgebieter Zeratos (ATK/2800) beschwören!“
Das Wasser um den Untertan herum schoss in die Höhe und wirbelte um ihn. Kurz darauf schloss es ihn ein und wurde durch eine magische Kraft weggeschleudert.
Nun stand da ein Krieger in blauer Rüstung. Sein Helm erinnerte an einen prachtvollen Fisch, seine Waffe war ein goldener Dreizack. Zudem hatte er Schwimmhäute zwischen seinen Händen und eine Fischflosse wandte sich unter seinem Rücken hin und her.
„Mein neues Monster ist der Burner schlechthin!“ Gab Patrice grinsend an. „Und wenn wir schon dabei sind, ich habe Zeras Untertan vom Feld auf den Friedhof gelegt, also darf ich mir einen neuen aus dem Deck suchen.“ Er zeigte Sol die Karte und fügte sie seinem Blatt hinzu.
„Zeit für etwas Action! Da Umi nun auf dem Feld liegt, kann Meeresgebieter Zerato direkt angreifen!“
Das Monster machte sich bereit zum Angriff und hielt mit beiden Händen den Dreizack fest umschlossen. Doch ehe etwas geschah, aktivierte Sol seine Schnellzauberkarte.
„Dem stimme ich nicht zu, Seelenfrost!“ Kurz darauf verlor Patrices Monster etwas an Farbe und bewegte sich keinen Millimeter mehr.
„Deine Battle Phase ist nun vorüber.“ Während er das sagte, zog Sol eine Karte. „Ich ziehe eine Karte und muss zwischen zwei Effekten wählen. Entweder zahle ich 1000 Lebenspunkte oder biete ein Monster mit der Eigenschaft Spirit als Tribut an.“ Kurz darauf löste sich ein Kychose wieder in weiße Lichter auf.
Gleichzeitig wurde Patrice etwas bewusst. ((Geister also... kein Wunder, dass er so auf Normalbeschwörungen angewiesen ist. Spirit-Monster können nicht spezial beschworen werden. Ob ich das zu meinem Vorteil nutzen kann?))
Dann legte er eine Karte in die Dueldisk ein. „Ne Verdeckte und Feierabend.“
Plötzlich schreckte er jedoch auf, als Sol zog. „Hey, wenn deine Monster Spirits sind, wieso sind sie in deiner End Phase nicht zurück auf die Hand gekommen?“
Sol lachte leise. „Seelenschloss unterbindet das.“
Mit einem skeptischen Blick ließ Patrice ihn dann fortfahren.
„Damit Seelenschloss weiterhin unter meiner Kontrolle steht, muss ich 800 Lebenspunkte entbehren.“ Erklärte der Hüne.

[Patrice: 4000LP Sol: 2600LP]

„Nun erbringe ich Kychose als Opfer, um Sarutobi (ATK/2550) zu beschwören.“
Ein lautes Geheul ertönte durch die Finsternis.
Viele der weißen Lichter schlossen sich vor Sol zu einer gewaltigen Kreatur zusammen, dessen scharfe Krallen sich Unterwasser in der Plattform verankerten. Sein braunrotes Fell war mit Blut bedeckt, die gelb stierenden Augen des buckeligen Wolfdämons waren auf Patrice gerichtet.
„Nun folgt Verdorbener Geist, eine dauerhafte Zauberkarte, die es ihrem Besitzer gestattet, einmal pro Zug 300 Lebenspunkte zu zahlen. Das hat zur Folge, dass ich ein Spirit-Monster mit einem Astral-Counter versehen darf.“
Sarutobi schüttelte sich und ließ dadurch weiße Funken frei, die sich um ihn versammelten und umkreisten.
Sarutobi: [1]

[Patrice: 4000LP Sol: 2300LP]

„Wozu das Ganze?“ Unbekümmert wie eh und je, ließ sich Patrice nicht einschüchtern, als sein Gegner die Augen verzog.
„Das wirst du schon sehen. Doch zunächst möchte ich mich von deinem Meeresgebieter Zerato verabschieden: Aufschlagen!“ Brüllte er.
„Niemals!“ Konterte Patrice jedoch. „Ich mag Karten wie diese nicht, deswegen hab ich hier genau das Richtige: die Rüstung von Zera!“
Eine dauerhafte Falle öffnete sich und versehrte Meeresgebieter Zerato mit einer rot leuchtenden Rüstung, die sich auf seine alte legte.
„Sie macht ihn gegen alle anderen Zauber und Fallen immun, sodass Aufschlagen verpufft!“
„Noch ist dies nicht das Ende, Topf der Gier!“ Schrie Sol erzürnt. „Schon besitze ich zwei neue Karten und eine davon verwende ich sofort, Geistergroll!“
Wütend jaulte Sarutobi los und wütete um sich.
„Jetzt ist es einem Spirit-Monster möglich, in diesem Zug direkt anzugreifen! Los Sarutobi!“ Befahl Sol kaltherzig.
„Whoaaaaaaa...“ Patrice konnte nicht einmal rechtzeitig reagieren, da hatte ihn die Bestie schon angesprungen. Die enorme Geschwindigkeit und ihr Gewicht sorgten dafür, dass Patrice zusammenbrach und mit ihr über das Wasser schlitterte.
Sein Kopf wurde unter Wasser getaucht, er versuchte sich mit aller Kraft zu befreien.
Doch anstatt die Tortur nun vorbei war, erhob das Ungeheuer ihre Pranke und gab dem Mann eine saftige Backpfeife. Blut floss aus Patrices Mund ins Wasser.

[Patrice: 1450LP Sol: 2300LP]

„Alles in Ordnung?!“ Erkundigte sich sein Begleiter besorgt, der das Duell am Rande der Plattform beobachtete.
Stöhnend erhob sich Patrice, nachdem die Bestie ihm den Rücken zugekehrt hatte, und wischte das Blut mit der Faust weg. „Ja, alles ok.“ Dennoch betrachtete er das Rot an seinen Knöcheln verwirrt. „Was war da los?“
„Für jede Astral-Spielmarke, die mein Monster besitzt, darf es ein weiteres Mal angreifen.“
((Da hat er wohl gut gezogen.)) Dachte Patrice grimmig und stand pitschnass auf.
„Eine verdeckte Karte. End Phase!“ Kündigte der Riese an und blickte gering schätzend auf seinen Gegner herab.
((Noch so einen Treffer übersteh ich nicht. Dafür wird er büßen!))
Nun nicht mehr so freundlich, sondern kampflustig, blickte Patrice seinem Feind entgegen und war bereit für den nächsten Zug. ((Jetzt fängt der Spaß erst richtig an!))


Zur gleichen Zeit fanden sich Fabio und seine Begleiterin auf einem Hügel vor, mitten in der Nacht.
„Ein verrückter Ort ist das...“ Meinte der Rapper und sah nach oben, wo ein schöner, gelber Vollmond strahlte. Dass dieser viel größer erschien als sonst, ließ Fabio die Nackenhaare zu Berge stehen.
„Die spirituelle Ebene hat keine feste Form.“ Erklärte die Frau sachlich und sah sich neben Fabio selber um.
Der Hügel war relativ steil, aber führte nicht sehr weit in die Tiefe. Mit Steinen bedeckt, führten rings herum vier Wege in einem Wald, der sich über das ganze Gebiet herumzog.
Die Bäume waren von allen Seiten noch bis zum Ende des Horizonts zu sehen.
„Sind wir auf ner Lichtung oder so was?“ Wurde die Frau gefragt.
„Das spielt keine Rolle. Ich muss den Wächter rufen, damit du deine Prüfung starten kannst.“
„Hmm...“ Fabio betrachtete derweil den bewölkten Himmel. Der Vollmond gefiel ihm irgendwie nicht.
Gleichzeitig kniete sich die Frau nieder und begann, eine seltsame Formel zu singen, die sie mehrmals wiederholte, bis es knallte.
Plötzlich schoss Rauch vor ihr aus dem Boden und formte sich zu einer dünnen, etwa zwei Meter großen Gestalt.
Fabio drehte sich erschrocken um und sah in das Antlitz einer sehr blassen Frau, die vor seiner Begleiterin stand.
So weiß die Haut auch war, alles andere war schwarz wie die Nacht. Sie trug ein enges Kleid mit gewaltigem Ausschnitt, der ihre großen Brüste besonders stark betonte. Lange Stiefel gingen bis zu den Knien, dort wo ihr Rock aufhörte. Eine Art Schal war um ihre Hüften gebunden, um dem Ganzen die passende Note zu geben.
Ihr schwarzes Haar langte bis zu ihrem Hinterteil, zwei Strähnen dekorierten ihr Dekollete. Dort sah Fabio einen Anhänger in Form eines Mondes.
Finster grinsend bleckte sie ihre Vampirzähne, die deutlich über ihren roten Lippen hervor lugten.
„Du bist Lunas Opfer?“ Fragte sie mit rauchiger, recht tiefer Stimme.
„Eh...“ Fing Fabio an, sie machte ihn nervös. Er blickte zur Frau in der weißen Kutte, die erschöpft aufstand und etwas Abstand von den beiden nahm.
„Hör zu.“ Begann sie. „Du musst sie besiegen, wenn du hier heil rauskommen und den untergehenden Mond mitnehmen willst. Verlierst du, bleibst du hier gefangen.“
„NUUUUUUUUUUUUUUUU, das darf nicht passieren!“ Kreischte Fabio erschrocken und wich zurück, wobei sein Afro hin und her schaukelte. Aber in Wirklichkeit hatte er sich so was in der Art schon gedacht.
„Ich vertraue dir, du schaffst das!“ Feuerte ihn seine Begleiterin an.
Die Vampirin fing an zu kichern.
„Ach wirklich? Dieser kleine Narr? Luna herauszufordern ist sehr unklug, Bursche.“
„Luna?“ Gab Fabio verwirrt von sich und sah sich nach weiteren Personen um.
„Sie ist Luna.“ Meinte die Frau in der weißen Kutte und deutete auf die Vampirin. „Anscheinend etwas größenwahnsinnig, die Gute.“
„Wähle die Art deiner Prüfung.“ Bat Luna ihn dann schroff.
„Eh... Duell?“
Sie schnippte mit den Fingern und ließ an ihrem Arm eine Dueldisk erscheinen, im Stil der Duell Akademie.
Beide schritten etwas zurück, um genug Platz zu haben.
„Ich bin bereit!“ Schrie Fabio dann aufgeregt. „DUELL!!!“

[Fabio: 4000LP Luna: 4000LP]

„Als Lady fängt Luna an.“ Sprach diese charmant und zog mit ihren langen Fingern sechs Karten.
„Alles klar...“ Fabio lief etwas Schweiß von der Stirn.
Es war in der Tat das erste Duell mit seinem neuen Deck, seit er sein altes in Anjas Grab als Abschiedsgruß warf. Hoffentlich würde es ihn nicht im Stich lassen.
„Sie beschwört Dignified Dancer (ATK/1700)!“ Sprach Luna und riss ihn aus seinen Gedanken.
Völlig in ein violettes Ballettkleid gehüllt, sprang ein weißhaariges Mädchen vor Luna nach links und rechts und verbeugte sich dabei.
„Zauberkarte Quick Attack!“ Säuselte die Vampirin betörend. „Sie lässt Luna eine Karte ziehen oder im ersten Zug eines ihrer Monster angreifen. Attacke!“
Völlig perplex sah Fabio die Tänzerin auf sich zusprinten. Kurz vor ihm hob sie in die Luft ab und verpasste ihm einen Wirbelkick, den er jedoch mit der Dueldisk abfing.

[Fabio: 2300LP Luna: 4000LP]

„Krass, wie unfair!“ Beschwerte sie der Rapper entsetzt.
„Effekt von Dignified Dancer aktivieren.“ Übertönte Luna ihn kichernd. „Luna ruft nun ein Stufe 3-Monster von ihrer Hand aufs Spielfeld. Brilliant Ballerina (ATK/1100)!“
Aus dem Nichts fiel ein Scheinwerferlicht neben die Tänzerin.
Dort sprang aus dem Boden ein kleines Mädchen mit kleinen, weißen Flügeln im Ballettkleid und machte den sterbenden Schwan.
Sofort riss Fabio ein gewaltiger Schmerz in seinen Beinen von den Füßen, sodass er auf die Knie fiel. „Fuck, was ist das?!“

[Fabio: 1300LP Luna: 4000LP]

„Die besondere Gabe ihres Monsters verringert die Lebenspunkte ihres Opfers um 1000.“ Berichtete Luna verträumt. „Und damit ist Lunas Zug beendet.“
Fabio quälte sich hoch und zog wütend seine Karte.
((Die ist mit allen Wassern gewaschen.)) Überlegte er. ((Aber dann soll sie mal mit der Kraft meines Söldnertrupps zurechtkommen!))
Er pickte eine Zauberkarte aus seinem Blatt hervor und schob sie unter sein Deck.
„Dies ist der Preis den ich erbringen muss...“ Fing er an. „...um Verstärkungseinheit (ATK/1800) als Spezialbeschwörung von meiner Hand zu rufen!“
Aus dem Boden heraus sprang ein Soldat in grüner Uniform, der ebenso lange, schwarze Haare wie Luna hatte. An seinen Hosenträgern waren Messer befestigt.
„Und dazu beschwöre ich noch Ultimativer Söldner LV1 (ATK/500)!“
Neben dem Soldaten stand auf einmal ein etwas kleinerer Kämpfer in einem speziellen, blauen Anzug der eher einer Rüstung glich. Bewaffnet war er mit einer kleinen Pistole.
„Los Verstärkungseinheit, leg mit dem Dignified Dancer ne flotte Sohle übers Parkett!“ Scherzte Fabio.
Der Soldat zog zwei seiner Messer aus den Schnallen und warf sie präzise auf die Tänzerin, die in der Brust und im Kopf getroffen wurde. Diese fiel nach hinten und hielt sich dabei zitternd ihren Arm vor den Kopf, bevor sie zersprang.

[Fabio: 1300LP Luna: 3900LP]

„Das ist die Musik des Schlachtfelds...“ Grinste Fabio und legte gleichzeitig zwei Karten verdeckt in seine Dueldisk ein.
„Dabei belass ich es erstmal.“
Luna sah ihn abwertend an. „Das war nur das Vorprogramm. Aber bald schon wird Luna dich den Tanz des Todes lehren.“ Drohte sie und zeigte ihre spitzen Zähne hervor. Dabei gab sie ein Zischgeräusch von sich.
„Ihr Zug!“ Fauchte sie und nahm eine Karte vom Deck auf.
„Brilliant Ballerina, vernichte den Ultimativen Söldner!“
Das Mädchen kam regelrecht auf den Elitekämpfer zugehüpft und wollte ihn mit einer Pirouette und anschließendem Kick besiegen, doch plötzlich stellte sich ihr die Verstärkungseinheit in den Weg und nietete sie mit einer Uzi in der Hand um.
„Ihr Monster...“ Kreischte Luna.
„Ihre Lebenspunke...“ Wunderte sich Fabio im gleichen Atemzug und schüttelte angestrengt den Kopf, weil er schon so wie Luna redete.
„Naja...“ Räusperte er sich. „Verstärkungseinheit koordiniert alle deine Angriffe. Deswegen hat er meinen Söldner beschützt. Aber warum hast du keine Lebenspunkte verloren?“
„Brilliant Ballerina schützt Luna vor Kampfschäden.“ Begann diese und holte eine Schnellzauberkarte aus ihrem Blatt hervor. „Sad Lullaby!“
Ein düsteres Lied, gespielt auf einer Flöte, zog über den Hügel hinweg.
Die Dame in der weißen Kutte sah sich besorgt um und bemerkte, dass auf Lunas Spielfeldseite ein neues Monster stand.
„Ihr Zauber ruft ein Stufe 2-Monster aus ihrem Blatt.“ Erklärte die Vampirin. „Wie Calm Priestess (ATK/600). Außerdem wird dem Monster noch ein Angriffsbonus von 800 gutgeschrieben, der durch ihr Monster sogar verdoppelt wird.“ Luna lachte größenwahnsinnig.
Calm Priestess (ATK/600 zu 2200)
„Kyahahahaha... vernichte seine Verstärkungseinheit!“ Befahl sie dann und steckte ihre lange Zunge hinaus.
Die orientalische Priesterin, die nur ein knappes, braunes Oberteil und einen Minirock trug, schleuderte eine Lichtkugel auf ihr Ziel, welches aber nur an der Schulter gestreift wurde.

[Fabio: 900LP Luna: 3900LP]

„Pech Lady!“ Rief Fabio ihr zu. „Solange ich einen Söldner kontrolliere, wird Verstärkungseinheit nicht im Kampf zerstört!“
„Nun, das stört Luna nicht...“
„Vielleicht sollte dich ja eher das stören!“ Fabio drückte einen Knopf an seiner Dueldisk und ließ eine seiner Fallen hochklappen.
„Das ist Lagerräumung! Damit wähle ich jetzt vier Zauber- oder Fallenkarten von deinem Deck und setze sie verdeckt aufs Spielfeld. Du kannst sie aber noch nicht in diesem Zug benutzen.“ Luna zog interessiert eine Augenbraue hoch.
Vor Fabio erschien eine komplette Liste ihrer Zauber- und Fallenkarten. Er tippte in der Luft auf Spiegelkraft, Mystischer Raum-Taifun, Schwerer Sturm und Voreiliges Begräbnis.
Diese Karten erschienen dann verdeckt vor Lunas Füßen, die sie verwundert anstarrte.
((Was hat er damit vor?)) Fragte sich seine Begleiterin neugierig.


Turn 117 - The shock
Die Duelle zwischen Patrice und Sol, als auch zwischen Fabio und Luna gingen weiter. Beide hatten Probleme, mit ihren übernatürlichen Gegnern mitzuhalten, da diese zunehmend die Oberhand gewannen. Doch sowohl Patrice, als auch Fabio hatten noch ein Ass im Ärmel...

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Zuletzt aktualisiert: 15. Nov, 16:53

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