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Inhaltsverzeichnis
Signs of War ist die dritte Staffel meines Yu-Gi-Oh!...
-Aska- - 15. Nov, 16:53
Turn 138: The separation
Ein stechender Schmerz durchfuhr seine Glieder. Er...
-Aska- - 15. Nov, 16:52
Ab ins Krankenhaus
Teil 5 meiner lustigen Reihe heißt heute mal...
-Aska- - 12. Nov, 13:44
Ares
Alter: 27 Ares war vor dem Untergangs Invaliance’...
-Aska- - 10. Nov, 15:08

Turn 119: The mistake

((Aber das ist...? Nein, das kann nicht...)) Kyons Hände zitterten förmlich, während er die fünf Karten in der Hand hielt und nur die eine betrachtete, die in binnen von Sekunden ein wahres Gefühlschaos in ihm ausgelöst hatte.
((Diese Fremde in der weißen Kutte... ist das...? Ich... muss es rausfinden!))
„Leg zwei deiner Karten aus der Hand ab, Bursche!“ Fauchte der Hmnai Gaban ungeduldig und nahm mit seinen Tentakeln, welche an beiden Wurmtunneln bei der breiten, weißen Brücke befestigt waren, in etwa Kyons Höhe an.
„Oh ja, stimmt...“ Bemerkte Kyon verwirrt, da er vergessen hatte, dass er durch Elegante Wohltäterin ja zwei Karten ablegen muss.
Also entschied er sich für Cyberhero Eraseman und Soul Unison. Diese Karten steckte der Wuschelkopf in den Friedhofsschacht und atmete erstmal tief durch.
((Nun, was soll ich mit dieser Karte? Cyberheros und Celestrial Knights sind zwei unterschiedliche Geschichten, wie soll ich sie verbinden?)) Doch noch während er jenen Satz in seinen Gedanken beendete, wurde ihm die Antwort bewusst.
Er hatte es schon einmal getan, und zwar damals... als er in dieser alten Villa zusammen mit Anja gegen eine ihm wichtige Person gespielt hatte. Kyon musste schlucken.
„Das ist meine Chance...“ Flüsterte er leise und musterte sein Blatt.
„Ich aktiviere meine verdeckte Schnellzauberkarte New Gadget! Indem ich einen Cyberhero aus dem Friedhof entferne, erschafft meine Karte ein Token mit 0 Angriffs- und Verteidigungspunkten von ihm!“
Cyberhero Wingman wurde aus dem Friedhof hinausgeschoben, sodass Kyon ihn in eine Luke unterhalb der Dueldisk schob.
Kurz darauf flog jener schwarze Cyberheld mit seinen Metallschwingen über Kyon.
Cyberhero Wingman-Token (ATK/0)
„Und nun beschwöre ich Cyberhero Airfighter (ATK/1300). Dieser belebt einen Cyberhero auf meinem Friedhof wieder, so zum Beispiel Cyberhero Eraseman (ATK/3000)!“

Eraseman streckte seine Arme aus, und ließ eine gewaltige, schwarze Sense erscheinen, dessen dunkele Klinge in violetter Energie leuchtete.
„Ich bin noch nicht fertig!“ Schrie Kyon nun voll Eifer und hielt eine Zauberkarte in die Luft. ((Für Anja!))
„Cyberbond!“
Sein grünlicher Cyberhero Plantfighter und der blassblaue Airfighter verschmolzen in der Luft zu einem giftgrünen Monster mit silbernen Tragflächen und einem Tank auf dem Rücken, in welchem Säure blubberte.
„Das ist Cyberhero Airplantfighter (ATK/2200)!“ Benannte er das Monster, welches in die Luft stieg. „Doch Cyberbonds Effekt kann mehrmals verwendet werden und das tu ich jetzt auch - ich verschmelze mein Wingman-Token mit Celestrial Knight - Sancturio von meiner Hand!“
Weiße Aura strahlte von Kyons Handkarte aus, welche in das originalgetreue Abbild des Cyberheros einen Lichtstrahl schoss.
„Celestrial Cyberhero - Santhys (ATK/2900)!“
Dadurch erfolgte auf Kyons Spielfeldseite eine gewaltige Lichtexplosion.
Die Brücke fing an zu beben, doch das gleißende Licht erlosch nicht. Stattdessen stieg es empor zu Cyberhero Airplantfighter und nahm die Form eines geflügelten Androiden an.
Seine Flügel sahen eher wie Triebwerke aus, sein Gesicht war durch eine eiserne Maske bedeckt, an beiden Armen waren Kanonen, statt Hände.
Diese Arme richtete das neue Monster auf die Brücke, besser gesagt auf die Spielfeldseite des Hmnai Gabans.
„Ich kann ein einziges Mal während des Duells alle deine offenen Karten auf dem Spielfeld zerstören! Das tue ich mithilfe meines Monsters nun!“ In Kyon kam eine angenehme Wärme hoch. Es war, als wäre seine alte Freundin wieder bei ihm - oder zumindest ein Teil von ihr.
Aus beiden Kanonen schossen gleißende Laserstrahlen, die mit einem Schlag die vier Monster auf der Spielfeldseite des Hmnai Gabans vernichteten.
Danach folgte eine heftige Explosion, welche in der Mitte des Spielfeldes ein riesiges Loch in die Brücke riss.
„Oha!“ Kyon war erstaunt zu sehen, dass die Legendäre Brücke Bifröst noch aktiv war.
„Hihihi, dummer Junge. Æsir Heimdall ist der Wächter der legendären Brücke, niemand kann sie so einfach vernichten!“ Erklärte der alte Mann und kraulte seinen langen Bart.
Hinter ihm schien noch immer jener Regenbogen, der in den Himmel reichte.
„Und wenn schon, ich habe drei starke Monster auf dem Spielfeld! Damit ist alles entschieden, direkter Angriff!“ Brüllte Kyon voller Zuversicht und sah dabei auf das Loch in der Brücke.
Aus jenem stieg die Finsternis hervor, welche Kyon durch das Schattenspiel erzeugt hatte. Wie ein dichter Nebel huschte sie über den Boden und verdüsterte die Umgebung. Jene bunten Regenbogenfarben aus der Unendlichkeit schienen zu verblassen.
„Niemals! Waboku!“ Keifte der Greis und aktivierte seine verdeckte Karte.
((Au Shit, die hab ich vergessen.)) Stöhnte Kyon in sich hinein und sah mit an, wie drei blaue Priesterinnen vor dem Hmnai Gaban standen und durch Gebete die Angriffe seiner Monster verpuffen ließen.
Kyon atmete tief durch.
Beide Spieler hatten keine Handkarten mehr, Kyon besaß die drei Cyberheroes, während der Hmnai Gaban nur noch seine Brücke auf dem Spielfeld hatte. Dies ließ den jungen Duellanten hoffen, dass er schon bald gewinnen würde.
Denn damit wäre die Erde ein weiteres Mal gerettet und auch Terra würde nicht durch den hohen Energiekonsum vernichtet werden. Diese Waffe... Kyon musste sie unbedingt unschädlich machen, ehe sie beide Welten zerstören konnte.
„Okay, ich beende meinen Zug. Und da ich New Gadget aktiviert habe, muss ich 500 Lebenspunkte zahlen.“ Schloss er seinen Zug dann hoffnungsvoll ab.

[Kyon: 700LP Hmnai Gaban: 3400LP]

Plötzlich erbebte die Brücke, Kyon sah erschrocken zu seiner Rechten, dass der fleischige Wurmtunnel heftig hin und her peitschte. Die andere Seite blieb eher ruhig.
((Mist, mir bleibt nicht mehr viel Zeit...)) Dachte er verzweifelt.
Derweil hatte der Hmnai Gaban gezogen.
Und jene Karte legte er in das Spielfeldzauberkartenfach seiner fleischigen Dueldisk.
Ein regenbogenfarbiger Glanz strahlte sogleich auf die Brücke herab.
Neugierig sah Kyon nach oben und erkannte, dass ein riesiger, weißer Palast über ihnen schwebte.
Das Besondere an ihm war, dass auf dem Kopf stand. Die Regenbogenbrücke führte in sein großes Eingangstor, doch das ganze Gebäude war verwinkelt, eckig und ziemlich abstrakt.
„Das ist der Sitz der Götter - Asgard, mein kleiner Freund.“ Gackerte der Hmnai Gaban leise und sah auf Kyon herab.
Dieser riss seinen Blick von dem Palast los und schnaubte leise.
„Seine besondere Gabe erlaubt es mir nun, zwei Æsir-Monster aus meinem Friedhof zu entfernen, um eine Karte zu ziehen.“
Sogleich wurden Æsir Sif und Æsir Hödur aus der Dueldisk hervor geschoben und verschwanden prompt.
„Eine Karte, was soll sie dir schon bringen?“ Fragte Kyon ruhig.
„Nun, das werden wir schon sehen.“ Der Hmnai Gaban legte seine Finger auf die Karte und konzentrierte sich.
Vor seinem inneren Auge sah er graue Wolken, einen Gewittersturm. Und mitten auf einem Berg einen Mann, größer als jeder andere. Sein langes, blondes Haar wehte im Wind, genau wie sein Bart. Der Donnergott öffnete seine rot leuchtenden Augen.
„Erscheine, Æsir Thor (ATK/2500)!“ Schrie der Hmnai Gaban und knallte die gezogene Karte auf die Dueldisk.
Zuvor erschienen noch die Kartenbilder von Æsir Heimdall, Æsir Skadi und Æsir Saga, welche der Hmnai Gaban aus dem Spiel entfernte.
Momente später schon stand jener gewaltige Krieger mit einem Rundschild bewaffnet auf der Regenbogenbrücke Bifröst, welche in den abstrakten Palast führte.
„Und nun, Thor, entledige dich dem schwächsten seiner Monster, Cyberhero Airplantfighter!“
Thor sprang mit lautem Kampfgebrüll die Regenbogenbrücke hinab und holte mit seiner Faust mitten in der Luft zum Schlag aus.
Er kam immer näher an den fliegenden Cyberhero heran, seine Faust lud sich statisch auf und versprühte Funken. Doch kurz vor dem Aufprall schoss aus Kyons Friedhof eine Zauberkarte.
„Jetzt! Soul Unison! Einmal während des Spiels kann ich ihren Effekt vom Friedhof aktivieren und einem Cyberhero 500 zusätzliche Angriffspunkte geben! Damit ist Airplantfighter stärker als dein Monster!“
Der Hmnai Gaban wich etwas zurück, als er dies hörte.
Eine gewaltige Funkenexplosion entstand beim Aufprall des Angriffs und ihr helles Licht raubte beiden Spielern die Sicht. Die Luft bebte förmlich durch den lauten Knall, doch das sollte nicht das Ende sein. Denn zwei weitere Explosionen erhellten das Spielfeld aufs Neue und es dauerte einen Moment, bis man wieder etwas sehen konnte.

„Wo sind seine Monster?!?“ Schrie Fabio panisch, als er Kyons leere Feldseite durch den Dimensionsspalt auf dem Höhepunkt des nächtlichen Hügels sah.
„Der Hmnai Gaban hat sie zerstört...“ Murmelte die schwarzhaarige Luna mit ihrer tiefen Stimme an seiner Seite sichtlich schockiert.
Auch die beiden Kuttengestalten hinter ihnen erschraken.
Denn durch den Spalt sahen sie, dass Thor auf der Brücke stand, vor dem Hmnai Gaban.
Wolken zogen vor den hiesigen Vollmond und verdunkelten das Geschehen auf dem Hügel.
„Wie hat er das nur angestellt?“ Fabio war außer sich vor Sorge, als er sah, wie Kyon in die Knie sackte.

[Kyon: 200LP Hmnai Gaban: 3400LP]

„Seht nur, was sein Monster dort in der Hand hält!“ Sprach die Fremde in der weißen Kutte und zeigte auf einen blitzenden Hammer in linken Hand Thors.
Æsir Thor (ATK/2500 zu 3200)
„Wie ist er da ran gekommen?“ Wollte Fabio gereizt wissen. „Der Alte hatte keine Handkarten mehr!“
Doch der Mann in der schwarzen Kutte hatte eine Erklärung parat.
„Er hat die Karte aus dem Deck aktiviert, das hab ich gesehen.“
„Trotzdem, wieso sind auch seine anderen Monster verschwunden?“ Fragte ihn seine Kameradin nervös, doch sie bekam keine Antwort.
„Woher hat Kyon überhaupt diese Celestrial Knight-Karte, mit der er dieses besondere Fusionsmonster rufen konnte?“ Fabios Stimme war leiser geworden.
Langsam drehte er sich zu den beiden Kuttengestalten um.
„Und woher hat er überhaupt sein altes Deck? Ich bin mir ganz sicher, dass er es auf Anjas Beerdigung in ihr Grab geworfen hatte, wie wir alle.“
Beide reagierten nicht auf Fabio, sondern blickten still in den Dimensionsspalt weiter weg.
„Wer zur Hölle seid ihr?“ Fragte Fabio nun aggressiver. „Habt ihr Anjas Grab geschändet?!“
Dabei trat er näher an sie heran.
„Wieso sagt ihr eure Namen nicht? Wieso versteckt ihr euch unter euren Kapuzen?“
Erschrocken legte die Frau ihre Hände auf die Brust und wich zurück. Der Mann hingegen stellte sich schützend vor sie.
„Das spielt keine Rolle.“ Meinte er grob, doch Fabio packte ihn wutentbrannt am Kragen und hievte ihn leicht hoch.
„Und ob das eine Rolle spielt!“ Zischte er außer sich. „Mein bester Freund ist hier gefangen und ein anderer kämpft gerade um sein Leben! Ich würde gerne wissen, wem wir das zu verdanken haben!“
„Nicht doch...“ Bat Luna beschwichtigend und legte ihre Hand auf Fabios Schulter, doch er bemerkte es nicht einmal.
„Sagt mir, wer ihr seid! Sofort!“ Dabei schüttelte er sein Opfer. Vor Schreck kreischte die Frau hinter ihm entsetzlich.
„Aufhören, bitte!“

„Wo sind meine Monster?!?“ Fragte Kyon unter Schmerzen in seiner niedergeknieten Haltung und sah auf zum hämisch grinsenden Hmnai Gaban.
„Hehehe... närrischer Junge, sie sind weg!“
„Aber wieso? Mein Monster war doch stärker als deins... und...“ Er konnte es sich beim besten Willen nicht erklären.
„Thors Hammer!“ Schnitt der Alte ihm das Wort genüsslich ab. „Ich aktivierte sie von meinem Deck, da mein Feldzauber aktiv ist. Sie macht Thor um 700 Punkte stärker, sodass dein Cyberhero unterlag. Außerdem vernichtet Thor durch ihn auch gleich noch deine anderen Monster durch den göttlichen Donnerschlag. Und als Krönung des Ganzen lege ich für jedes so zerstörte Monster ein entferntes Æsir-Monster zurück auf meinen Friedhof.“
Kyon fühlte eine tiefe Hoffnungslosigkeit in sich hochsteigen. Eben war er doch noch derjenige, der die Oberhand hatte. Und nun, durch eine einzige Karte, wurde alles vernichtet. Ihm blieb nichts. Kein Hand und kein Feld...
Nun fehlte ihm sogar die Kraft aufzustehen. Wozu auch, denn es war eh hoffnungslos. Er bemerkte gar nicht, dass der Hmnai Gaban das Ende seines Zuges angekündigt hatte.
Stattdessen liefen vor seinem Kopf Bilder ab.
Ob es die Zukunft war, wusste er nicht, doch er sah, wie der blaue Planet rot zu leuchten begann und schließlich lautlos explodierte. Seine Eltern, seine Freunde, Livington... alles was ihm wichtig war, war zerstört.
Ein stechender Schmerz schwoll in seiner Brust an.
„Mach endlich deinen Zug, Bursche!“ Gackerte der Greis vor Schadensfreude und bewegte sich durch seine Tentakel auf Kyon zu. Sein Gesicht war dem des alten Mannes nun ganz nah, und er roch einen fauligen Gestank aus dem Mund des Hmnai Gabans, als dieser leise auf ihn einredete.
„Du kannst natürlich auch sofort aufgeben. Das erspart dir lange Qualen. Ich habe dich gewarnt. Niemand wird meiner Freiheit im Wege stehen, hörst du? Niemand... also sei ein braves Kind und mach die Dueldisk aus.“ Dabei klang er fast väterlich.
Kyon musste innerlich lachen. Das war doch dieses Standartgelabere von Bösewichten, wie sie nun mit großer Klappe dastanden und dich zum Aufgeben überreden wollten. Und immer gab der Held nicht auf, sondern kämpfte weiter und gewann schließlich.
„Nein...“ Flüsterte er leise und zog in seiner Hocke eine Karte, die er verdeckt setze. „Noch ist da etwas Hoffnung. Also verschwinde!“ Schrie er den Hmnai Gaban lauthals an, welcher vor Schreck die Augen weitete.
„Narr!“ Knurrte er und ging auf seine alte Position zurück. „Du wirst sterben, wie alle Menschen auf Gaia und Terra! Mein Zug!“
Er nahm die Karte blitzschnell an sich und zeigte die zwei Æsir-Karten vor, welche er zuvor wieder auf den Friedhof gelegt hatte, und entfernte sie aus dem Spiel, wodurch er eine neue Karte zog.
„Los Thor, vernichte die letzten Lebenspunkte dieses mickrigen Etwas’!“ Befahl der Greis rüde und zeigte mit seinen spitzen Fingern auf Kyon.
Dieser sah, wie Thor seinen Hammer erhob und auf die Brücke schlug. Diese bebte daraufhin heftig und aus der Einschlagsstelle schoss ein peitschender Blitz direkt auf den jungen Duellanten zu. Kyon hob jedoch seine Dueldisk und stand auf, wobei der Blitz direkt auf die Lebenspunkteanzeige gezogen wurde. Und dort wurde er absorbiert.

[Kyon: 3400LP Hmnai Gaban: 3400LP]

„Ha!“ Stieß er seine Erleichterung laut aus. „Entkräftungsschild hat mich vor dem Angriff geschützt und mir sogar Lebenspunkte für jeden einzelnen Angriffspunkt von Thor geschenkt.“
„Das schenkt dir nur etwas Zeit...“ Murmelte der Hmnai Gaban leise und spielte eine Karte verdeckt aus.
Danach rief er ein schmächtiges Monster auf. Es war ein Mann mit schwarzem Haar und Spitzbart. Dieser trug rote Kleidung und grinste verschlagen, als hätte er etwas vor. In seiner Hand hielt er dabei einen kleinen Dolch, auf seinem Rücken ragte jedoch ein langer, goldener Stab hervor.
„Nun, Æsir Loki (ATK/1000) kann keine Angriffe deklarieren, doch seine spezielle Fähigkeit fügt dir für jedes entfernte Æsir-Monster 200 Punkte Schaden in der End Phase zu... und das sind fünf Stück!“ Sagte der Hmnai Gaban entspannt und sah zu, wie Kyons Schulter Feuer fing.

[Kyon: 2400LP Hmnai Gaban: 3400LP]

Dieser klopfte unter dem Gelächter Lokis panisch mit der flachen Hand drauf rum, bis das Feuer weg war. Kyons Hand schmerzte daraufhin und war mit Brandblasen übersäht, seine Schulter sichtlich angesengt.
Doch trotz der Tortur schrie Kyon nicht einmal auf, nicht einen Ton gab er von sich, sondern sah nur böse in die Richtung des Greises.
((Okay, jetzt muss ich was Gutes ziehen, oder ich bin erledigt... wenn ich doch nur noch ein wenig durchhalten könnte!)) Dachte er verzweifelt.
((Bitte... gibt mir Kraft... Yugi, Kaiba, Joey... Fabio, Patrice... und meine anderen Freunde... Anja, Nick, Mark... und du... bitte... du auch...))
Er sah die Bilder der Gruppe vor sich, wie sie an jenem friedlichen Tag zusammen picknickten.

Bitte einmal klicken

Seine Mundwinkel richteten sich nach oben, als er die Karte sah.
((Bitte lass es klappen!)) Kyon schluckte und steckte die Zauberkarte in die Dueldisk. „United Cyberheros! Damit lege ich fünf Cyberheros zurück in mein Deck und ziehe anschließend drei Karten!“
Schon schob seine Dueldisk einen Cyberhero nach dem anderen aus dem Friedhof hervor. Als Kyon sie in die Hand nahm, bemerkte er allerdings, dass es nur vier waren. Seine Augen huschten panisch hin und her.
((Eraseman, Airfighter, Plantfighter, Airplantfighter... verdammt, ich war mir sicher, dass ich fünf hatte. Wingman habe ich durch New Gadget entfernt, aber...))
Doch dann ging ihm ein Licht auf. Kyon nahm die restlichen Karten seines Friedhofs in die Hand und suchte sich Celestrial Cyberhero - Santhys hervor. ((Nummer fünf!))
Schon waren die Karten im Deck und wurden gut durchgemischt. Mit einem Handgriff hatte Kyon drei neue Karten, welche sein Blatt darstellten.
Mit den neuen Karten sehr zufrieden, wollte Kyon nun zurückschlagen.
„Ich zahle 800 Lebenspunkte und aktiviere dadurch Voreiliges Begräbnis!“

[Kyon: 1600LP Hmnai Gaban: 3400LP]

„Damit belebe ich Celestrial Knight - Sancturio von meinem Friedhof wieder!“ Langsam bröckelte holografische Erde aus der Brücke vor Kyons Füßen. Dieser starrte jedoch über das große Loch entsetzt auf die Spielfeldseite vom Hmnai Gaban, welcher eine Falle aktiviert hatte.
„Daraus wird nichts, Junge! Staubtornado vernichtet deinen Zauber!“
Ein staubiger Wirbelsturm fegte über die Brücke und traf auf Kyons Ausrüstungszauberkarte, welche in Stücke gerissen wurde.
„NEIN!“ Rief Kyon wütend, doch machte große Augen, als der Hmnai Gaban Voreiliges Begräbnis in seinen Händen hielt.
„Das ist eine von Lokis Listen...“ Erklärte der Greis schadensfroh. „Zerstöre ich durch Effekte eine deiner Karten, darf ich sie auf die Hand nehmen.“ Loki kicherte dabei böse.
„Verdammt... dennoch, ich habe noch etwas! Hier kommt Qual der Wahl - ich suche mir fünf Karten von meinem Deck aus und du gibst mir eine davon auf die Hand, die anderen kommen auf den Friedhof.“
Hinter Kyon erschienen fünf Cyberhero-Effektmonster-Abbildungen, doch der Hmnai Gaban interessierte sich gar nicht dafür, sondern zeigte nur auf den Helden in der Mitte.
Kyon legte die anderen Karten auf den Friedhof und rief jenes Monster sofort auf.
Ein weißer Android erschien, der aus seinem Brustpanzer ein helles Licht auf den Greis warf.
„Wenn ich Cyberhero Lightfighter (ATK/1000) normal beschwöre, musst du sofort eine Handkarte abwerfen. Und du hast nur eine, und zwar die, die mir gehört!“ Schnaubte Kyon wütend. Schon löste sich jene Karte in den Händen des Mannes auf.
((Ich spüre es... ich weiß, dass ich es schaffen kann, mein Deck will es mir mitteilen.)) Dachte der Duellant und sah seine letzte Handkarte an.
„Cybertribute!“ Nannte er die Zauberkarte dann und spielte sie aus. „Ich ziehe zwei Karten, wenn ich einen Cyberhero wie Lightfighter opfere.“
Nachdem sein Monster verschwunden war, wusste Kyon, dass sein Deck ihn nicht belogen hatte.
„Mach dich für Action bereit, ich aktiviere Shining Sword, was nur möglich ist, wenn ich zuvor mindestens zwei Zauberkarten aktiviert hab. Und nun beschwört sie Cyberhero Shining Android (ATK/?) direkt von meinem Deck!“
Aus einem gleißend hellen Lichtsockel vor Kyon entstieg ein riesiger Maschinenkrieger in weißem Umhang. Mit seinem zwei Meter langen Schwert machte er sich zum Angriff bereit.
„Für jeden Cyberhero auf meinem Friedhof erhält er 1000 Angriffspunkte!“
Cyberhero Shining Android (ATK/5000)
Das Strahlen des Schwertes wurde noch stärker.
„Los Shining Android...“ Kyons Herz wurde merklich leichter, während er sprach. „Beende das Spiel mit einem Angriff auf Æsir Loki!“
Der Krieger sprang vom Boden ab und hob seine Klinge empor, damit ein Sturzangriff das Duell entscheiden konnte.
Doch es kam anders als geplant, denn Loki lachte spitzbübisch und versteckte sich hinter Thor, der dem Schwert mit seinem Schild Einhalt gebieten wollte. Doch er war unterlegen und wurde in Stücke geschlagen.

[Kyon: 1600LP Hmnai Gaban: 1600LP]

„Nein!“ Schrie Kyon außer Atem.
„Loki kann Angriffe auf andere Æsir-Monster ablenken.“ Erklärte der Greis dennoch unzufrieden. Kyon ballte seine Fäuste und drückte damit seine letzte Handkarte zusammen.
((Aber ich gebe nicht auf, niemals!)) Dann steckte er die Falle in die Dueldisk. „Mit dieser Karte beende ich meinen Zug.“
„Nichts wird mich aufhalten...“ Kreischte der Hmnai Gaban zornig, als er die nächste Karte gezogen hatte.
„Du kleiner Narr, dir werde ich eine Lektion erteilen, die du nie vergessen wirst!“
Loki verschwamm zu einem finsteren Schatten, der in die Luft aufstieg und die regenbogenfarbene Unendlichkeit mit einer finsteren Explosion ins Dunkel stürzte. Nun war da nur noch die zerstörte, weiße Brücke zusammen mit den Wurmtunneln an beiden Enden.
„Was geschieht hier...?“ Man konnte Kyons Verunsicherung geradezu spüren.
„Ich habe mein Monster für den Gebieter aller Æsir-Monster geopfert...“ Man hörte ein lautes Wiehern, das von überall her zu kommen schien.
Dann hörte man lautes Galopp, das vom Himmel herab zu kommen schien.
Kyon starrte entsetzt in die Luft und erkannte, dass ein schwarzer Krieger auf einem ebenso düsteren Pferd mit einer Lanze in der Hand hinab geritten kam.
Doch dieser Gaul erschreckte Kyon zutiefst, da er an jeder Seite zwei Beine, also insgesamt acht, hatte. Etwa in zehn Metern Höhe über dem Hmnai Gaban blieb es stehen. Die Augen des Kriegers leuchteten rot auf.
„Begrüße mit mir Odin (ATK/1000)!“
Kyon schluckte. „Er scheint nicht sehr stark...“ Meinte er zögerlich.
„Nun, er übernimmt die Stärke der geopferten Æsir-Monster, und da nur Loki vorhanden war, ist er logischerweise schwach auf der Brust. Aber das täuscht, wie du bald sehen wirst...“
Während der Greis sprach, holte er sein Deck hervor und legte ein Monster daraus auf seinen Friedhof ab. „Für jedes angebotene Opfer darf ich eine beliebige Karte auf den Friedhof legen.“
„Und was bringt dir das?“ Wollte ein skeptischer Kyon wissen.
„Eine Menge, oder hast du meinen Spielfeldzauber schon vergessen? Auf meinem Friedhof liegen jetzt drei Æsir-Monster, wobei ich das letzte eben abgelegt habe. Und diese drei kann ich entfernen, um dein Monster zu vernichten!“
„Unmöglich!?“ Polterte Kyon entsetzt los und bekam nur noch mit, wie das verquere Schloss über ihren Köpfen einen Donnerschlag nach unten schickte, der seinen Cyberhero zerfetzte.
Die Schockwelle warf Kyon gegen das Geländer, wo er kraftlos zusammensackte.
„Benutze ich diesen Effekt jedoch, verzichte ich damit auch auf meine Battle Phase...“ Der Alte kicherte hinterlistig und sah Kyon mitleidig an. „Aber damit du nicht auf die dumme Idee kommst, gute Karten zu ziehen, vernichte ich meine Regenbogenbrücke jetzt durch Odins Effekt!“
Der strahlende Regenbogen, welcher die weiße Brücke mit dem Schloss im Himmel verband, löste sich auf.
„Jetzt müssen wir beide unsere Draw Phase überspringen.“
„Oh...“ Kyon sah entsetzt auf.
„Diesmal wirst du dich nicht raus winden können...“ Gackerte der Alte schadensfroh. „Mein Zug ist beendet.“

„Oh nein...“ Fabio ließ vor Schreck den Mann in der schwarzen Kutte los und starrte über seine Schulter in den Dimensionsspalt, der einen geschwächten Kyon zeigte, der versuchte, sich an dem Geländer der Brücke wieder aufzurichten.
„Er wird verlieren!“ In dem Rapper machte sich Panik breit, denn Kyon stand zwar wieder auf den Beinen, schien jedoch seltsam abwesend zu sein.
„Das ist alles nur eure Schuld!“ Fluchte er abermals und wandte sich wieder an die beiden Kuttengestalten, die etwas zurückgewichen waren.
„Bitte, Streit ist jetzt keine Lösung!“ Forderte Luna aufgebracht, doch Fabio riss sich von ihr los.
„Habt ihr eine Ahnung, was das für ein Gefühl ist, einen Freund zu verlieren?!“ Schnauzte er die beiden voller Zorn an.
„Habt ihr eine Ahnung, wie viele davon ich schon verloren habe?! Habt ihr?!?“
„Jeder... hat doch schon mal jemanden verloren...“ Flüsterte die Frau in Weiß leise und niedergeschlagen. Sie stellte sich neben ihren Gefährten hin und sah zu Fabio auf.
„Aber Kyon ist der Einzige, der es schaffen kann... hast du ihn schon aufgegeben?“
„Hmpf...“ Fabio blickte getroffen zur Seite.
Eine Weile schwiegen die drei.
Luna hingegen beobachtete das Duell durch den Spalt weiter und ergriff schließlich das Wort.
„Kyon hat eben abgegeben. Er konnte nichts tun...“
„Und nun?!“ Wurde Fabio daraufhin nun wieder laut.
„Hab Vertrauen.“ Bat die Frau ihn und ergriff nebenbei die Hand ihrs Gefährten und drückte sie fest, um Haltung bewahren zu können. Sie fühlte sich so schuldig, doch es gab kein Zurück.
„Vertrauen? In was denn bitteschön? Dass Kyon krepiert?!“
„Daran, dass das Band der Freundschaft nicht zerreißt!“ Hielt sie nun entschlossen entgegen. „Du warst früher anders, Fabio! Du hast Vertrauen gehabt und nie aufgegeben. Sieh dich jetzt an... wieso zweifelst du auf einmal an allem?“
„Oh...“ Fabios Augen wurden größer und ein Name bildete sich auf seinen Lippen. Doch er konnte ihn nicht aussprechen, da die Worte dieser Fremden ihn zutiefst trafen.
Innerlich erkannte er, dass sie Recht hatte. Er hob seine Hände und sah sie an, als wären sie mit Blut beschmiert. Dann sank er auf die Knie.

„Mein Zug!“ Schrie der Hmnai Gaban enthusiastisch und ließ sich durch seine Tentakel auf Odins Höhe bringen.
„Hast du noch einen letzten Wunsch, Kleiner? Denn dies wird der letzte Zug sein, den du erleben wirst...“ Er sah auf den Jungen herab, der wackelig auf den Beinen stand und sein Haupt gesenkt hatte.
Mit einem Kopfschütteln beantwortete er die Frage seines Gegners.
„Sooooooooo...“ Giggelte der Greis mit seiner kratzigen Stimme. „Ich hätte ihn dir sowieso nicht erfüllt, kichihihi.“
„Ich weiß.“ Lautete die kühle Antwort Kyons.
„Aber wenden wir uns nun dem Duell zu, Bursche! Odin, vernichte Sitz der Götter - Asgard!“
Der Reiter auf dem finsteren Ross hob seinen Oberkörper und warf seine Lanze in den riesigen Palast über sich.
Beim Aufprall gab es eine gewaltige Explosion.
Steine und andere Trümmerteile fielen herab und verfehlten die beiden Duellanten nur knapp.
Dabei beschädigten sie die ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogene Brück nur noch mehr. Schon hielt Odin seine Lanze wieder in der Hand.
Odin (ATK/1000 zu 2000)
„Nur die Zerstörung meines Feldzaubers reicht aus, um Odins Punkte zu verdoppeln. Und jetzt sieh die Macht des Odin und knie nieder!“
In einer geduckten Haltung stürmte der Reiter auf seinem achtbeinigen Pferd auf den Duellanten zu und zielte mit seiner Lanze auf ihn.
Je näher er kam, desto mehr erhob Kyon seinen Kopf.
Doch er sah kein Monster auf sich zureiten, sondern nur ein Licht, das immer heller und heller wurde. Bis jenes Licht zu einer endlosen Dunkelheit wurde, welche einen gewaltigen Schmerz in seiner Brust hervorrief.
Mit geschlossenen Augen stolperte der Duellant zurück und spuckte Blut.
Odins Lanze ragte durch seinen Körper, unheilvolles Rot tropfte an ihrer Spitze hinab.
Dann explodierte der Körper des Jungen in einem Lichtgewitter und tauchte die ganze Brücke in ein violettes Licht. Passend dazu fing die Umgebung an zu beben.
Bretter fielen in die schwarze Endlosigkeit, doch das Licht pulsierte noch stärker.

„Kyon!“ Schrieen Fabio und die Frau in der weißen Kutte von dem Hügel aus entsetzt und sahen, wie der Hmnai Gaban laut lachend zurückwich.
„Luna kann nicht glauben, dass...“ Säuselte die Vampirin gedankenlos und hielt sich ihre langen Finger vor den Mund.
„Niemals...“ Der Mann in Schwarz ließ den Kopf hängen und sackte hinab.
Er und Fabio waren sich nun gegenüber, doch beide konnten nichts sagen oder sich ansehen. Keiner konnte noch etwas sagen.
„NEIN!“ Schrie die Fremde plötzlich und lief den Hügel hoch zu dem Spalt, in welchem das violette Licht immer stärker pulsierte und die Brücke förmlich zerriss.
Dabei stolperte sie und fiel auf dem Steinweg hin, der zur Spitze des Hügels führte. Ihre Kapuze löste sich dabei und fiel auf ihren Rücken, wo sogleich langes blondes Haar durch die Luft segelte und sich ebenfalls auf ihrem Rücken niederließ.
„Bitte... bitte nicht...“ Aus einem Paar blauer Augen rannten Tränen über das Gesicht eines jungendlichen Mädchens, das nur hinauf in den Spalt starren konnte.
„Schwächling... ich sagte doch, dies ist dein letzter Zug... hahahaha... Zug beendet!“ Schnarrte der Hmnai Gaban schadensfroh. „Dein letzter Zug... und meine Freiheit, ich spüre sie schon förmlich!“

Dann erhallte ein grauenhafter Knall, der das Trommelfell aller Anwesenden förmlich zu zerreißen schien.
Alle hielten sich die Ohren zu und gingen auf den Boden, als würde sie eine gewaltige Kraft niederzwingen.
Der Hmnai Gaban selbst wich nur panisch zurück, als aus dem riesigen Loch in der Brücke ein finsterer Nebel aufstieg und sich langsam auf ihn zu bewegte.
„Was soll das?!? AHHHHHHHH...!“
Wie Fesseln schlang sich der Nebel erst um seine Tentakel, dann um seinen Oberkörper. Er fiel kraftlos hinab auf die Brücke und landete auf dem Bauch, sich windend vor Schmerzen.
In der violetten Energieaura auf der anderen Seite der Brücke sah er einen Schatten.
Den Schatten einer Person, dessen kurze Haare wild durch den Wind wehten. Die Augen leuchteten weiß wie Schnee und sahen ihn auf gewisse Weise herablassend an.
„Du...“ Presste er hervor und versuchte, sich mit Hilfe seiner Arme vorwärts zu ziehen. „Du solltest tot sein!“
„Verschwinde ins Reich der Schatten...!“ Hallte Kyons Stimme zornig aus der violetten Aura, die einen Großteil der anderen Brückenseite einnahm.
Der Alte sah auf die Dueldisk an seinem Arm und bekam einen Schreck.

[Kyon: 2000LP Hmnai Gaban: 0LP]

„Das kann... WIE?!?“ Er quälte sich noch weiter vorwärts.
Die Brücke bebte nun so stark, dass sie auseinander zu brechen drohte.
Durch die Aura hindurch erspähte der Greis dann eine aufgedeckte Fallenkarte. Als er den weißen Schriftzug auf ihr las, welcher „Junk Recycling“ angab, erkannte er den Effekt.
((Er entfernt alle seine Cyberheros vom Friedhof und bekommt für jeden dann 400 Lebenspunkte... sechs hatte er, also kommt es hin... aber wieso sind meine Lebenspunkte auf 0 gefallen?!))
Der Hmnai Gaban hatte keine Kraft mehr. Er sank zusammen und atmete schwer durch.
„Sag mir... du Bengel... wie...?“
„In deiner vierten End Phase, nachdem Celestrial Cyberhero - Santhys seinen Effekt aktiviert hat, gewinne ich, solltest du zu diesem Zeitpunkt weniger Lebenspunkte als ich haben.“ Hörte man Kyons erhabene Stimme sprechen.
„Verstehe... das hast du von Anfang an so geplant... mich hinzuhalten, so gut es ging...“ Hustete der alte Mann, doch lachte dann ganz leise und bedrohlich.
„Aber das lasse ich nicht zu... du hast mir meine Freiheit genommen, du Mensch... du abscheulicher Mensch...“
Die Gruppe sah durch den Spalt hindurch, wie der Hmnai Gaban schwarz zu leuchten begann, die Schatten nahmen einen Großteil seines Körpers ein.
„Auch wenn meine Seele gleich im Schattenreich verbannt sein wird, ich werde dich und den Rest der Menschheit bestrafen! Ich werde meine letzte Kraft und die Kraft Gaias nutzen, um Terras Waffe mit Energie voll zu pumpen, und sie so zum Bersten zu bringen. Terra wird untergehen, zusammen mit deinem verfluchten Gaia!“
Schwarze Energie wurde aus dem Rücken des Greises herausgesaugt, direkt in den von seiner Seite aus linken Wurmtunnel. Dieser blähte sich dabei langsam auf, das Beben wurde immer stärker.
„Sterbt, ihr Menschen!“ Lachte er größenwahnsinnig.
Noch bevor er sich versah, peitschten endlos viele Blitze aus der Aura, die den schemenhaften Kyon umgab.
„Du bist es, der sterben wird!“
Sie trafen alle auf den Hmnai Gaban, der heftig loszuckte. Die schwarze Energie wurde wieder aus dem Tunnel hinausgezogen und verschwand in dem alten Körper.
Obwohl der Greis immer stärker gepeinigt wurde und bereits zu schmoren begann, lachte er - je stärker Kyons Angriffe wurden - laut auf.
„Töte mich, Dummkopf! Töte mich und alle anderen!“
Doch Kyons Blitze ließen trotz der drohenden Konsequenz nicht nach. Der Alte fing Feuer und lachte ein letztes Mal triumphierend auf, bevor sein Körper regungslos auf die verschmorte Brücke knallte.
„Du hast gerade das Todesurteil für beide Welten unterschrieben...“ Waren die letzten Worte des verstümmelten Wächters.


Turn 120 - The consequence
Kyon kam wieder zu sich und erkannte, dass er den Hmnai Gaban getötet hatte. Aus dem Wurmtunnel Terras huschten tausende Schatten an ihm vorbei. Das Ende dieser Welt war gekommen. Luna zerrte ihn schnell von der Brücke, bevor diese zerstört wurde, aber...

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Zuletzt aktualisiert: 15. Nov, 16:53

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